Autor Thema: MPSE in der vorlesungsfreien Zeit  (Gelesen 475 mal)

Offline Bettina

  • Neuling
  • *
  • Beiträge: 17
  • Laboringenieurin Embedded Systems Technology
    • Personen FBI - Bettina Kurz-Kalweit
MPSE in der vorlesungsfreien Zeit
« am: 03.02.2017, 11:45:18 Vormittag »
In der vorlesungsfreien Zeit bietet Prof. Dr. Jens-Peter Akelbein den zweiten Teil für das MPSE "Situationserkennung für Ambient Assisted Living" als Blockveranstaltung vom 27.02. bis 17.03.17 an. 
Das Kickoff-Meeting findet am 23.02.17 im EST-Labor (D10, Raum 0.34/0.35) um 10:15 Uhr statt.

Projektbeschreibung
Neben den Komfortaspekten eines Smart Home gewinnen mit altersgerechten Assistenzsystemen (Ambient Assisted Living AAL) zunehmend die Unterstützung für ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben im Alter an Bedeutung.
Erinnere an …
Im Rahmen des Forschungsprojekts sDDS4SmartHome untersuchen wir Szenarien, in denen Möglichkeiten betrachtet werden, wie zukünftig Wohnungen mit Assistenzfunktionen ausgestattet werden können. Ein Szenario ist dabei, dass ein Assistenzsystem beim Verlassen der Wohnung vor Gefahren wie eingeschalteten elektrischen Geräte, Herden, offenen Fenstern oder andere Gefahrenquellen warnt. Wurde eine Gefahr erkannt, kann die Warnung z.B. durch Färbung des Deckenlichts signalisiert werden.
Erkenne die Situation …
Das Verlassen der Wohnung kann durch einen Bewegungsmelder an der Tür erkannt werden. Jedoch erkennen herkömmliche Bewegungsmelder meist nur, dass sich eine Person in der Nähe der Wohnungstür befindet. Eine intelligente Situationserkennung sollte unterscheiden, ob die Wohnung tatsächlich verlassen wird. Weiterhin sollte bei mehreren Bewohnern nur die letzte Person gewarnt werden. Personen, die sich lediglich in der Nähe der Wohnungstür aufhalten, sollen keine Warnung auslösen.
…mit Privatspäre…
Um die Privatsphäre der Bewohner zu schützen, wollen wir Cloud-basierte Ansätze vermeiden und keine Informationen über das Privatleben an entfernte Rechenzentren schicken. Stattdessen sollen alle Daten der vorhandenen Sensoren lokal in einem eingebetteten System analysiert werden. Somit bleiben Situationen, in denen eine Warnung erfolgt, privat.
 …als Projekt...
wollen wir eine Wohnung mit einem komplexen Netzwerk aus Sensoren ausstatten und ein dynamisches Regelwerk erstellen. Hierfür stellt uns die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia für einen Monat eine leere Wohnung zur Verfügung.  In diesem Projekt wollen wir sehr praxisnah untersuchen, wie assistiertes Wohnen in Zukunft aussehen könnte mit vielen Möglichkeiten an Prototypen zu experimentieren und an neuen Standards für SmartHome mit zu wirken.     
Aktueller Projektstand...
Im vergangenen Semester sind bereits folgende Ziele erreicht worden:Aktuell verwenden wir einen Raspberry Pi 3 mit Touchdisplay als zentrale Steuereinheit. Die Sensordaten, wie z.B. Fensterkontakte und Bewegungsmelder werden bisher mittels der sDDS-Middleware simuliert an das Heimautomations-Framework OpenHAB weitergegeben. Als grafisches Frontend setzen wir CometVisu zur Gestaltung des User-Interfaces ein.
Nächste konkrete Projektziele...
Wir wollen die simulierten Sensordaten mit echten Sensoren ersetzen. Diese werden wir zusammen mit unserem Gesamtsystem in einer realen Wohnung, die uns für den Monat März zur Verfügung steht, installieren und testen. Hierbei wollen wir untersuchen, wie die Einbindung von Sensoren während einer Installation in Zukunft vereinfacht werden kann. Als weitere Aufgabenstellung lässt sich untersuchen, wie sich die Einbindung von Aktoren z.B. schaltbare Steckdosen in ein sDDS-Netzwerk realisieren lässt.
Dafür soll das sDDS-Protokoll-Binding für OpenHAB erweitert werden. Während die OpenHAB-Runtime auf einem OSGi-Framework in Java basiert, ist sDDS in C implementiert. Die nativen C-Funktionen der sDDS-Middleware lassen sich über ein Protokoll-Binding mittels JNA (Java Native Access) nutzen, wodurch ein Zugriff aus der JVM auf eine C-Library ermöglicht wird. Somit sind Java-Kenntnisse, sowie eventuelle Erfahrungen mit JNA hilfreich.
Des Weiteren soll das grafische User-Interface so angepasst werden, dass der Grundriss der realen Wohnung AAL-gerecht als Grundlage dient. Hierzu lässt sich der Editor von CometVisu einsetzen verbunden mit einer Konfiguration in HTML und CSS. Wenn Ihr entsprechende Kenntnisse mitbringt, wäre das hilfreich.
Weitere Projektziele können gemeinsam zu Beginn der Blockveranstaltung definiert werden.
 
Wir freuen uns auf ein spannendes Projekt mit Euch!
 
Weitere Informationen bei:
Prof. Dr. Jens-Peter Akelbein - Laborleiter EST
Olga Dedi - Wissenschaftliche Mitarbeiterin sDDS4SmartHome
Bettina Kurz-Kalweit - Laboringenieurin EST
oder hier!
 
sDDS4SmartHome in Kooperation mit:
Hochschule Rhein-Main
Vonovia SE - Wohnungsvermietung und -dienstleistungen
COUNT+CARE GmbH - Tochterunternehmen der ENTEGA
Thermokon Sensortechnik GmbH - Sensorik für Heizsysteme und Gebäude
« Letzte Änderung: 03.02.2017, 11:47:14 Vormittag von Bettina »