Autor Thema: Mangelnde Beteiligung der Studenten  (Gelesen 2589 mal)

Offline nordmende

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Mangelnde Beteiligung der Studenten
« am: 06.10.2011, 01:32:20 Vormittag »
Derzeit wird hier im Forum über das unzureichende Angebot von Veranstaltungen diskutiert (siehe Thema "Unzureichendes Angebot......").
Aus der Diskussion habe ich mehrmals heausgelesen, dass unter anderem die mangelnde Beteilung der Studenten an solchen Themen der Fall ist. Als Studenten sollen wir uns nicht hier im Forum beschweren, sondern uns an die zuständigen Stellen wenden, usw.

Ich finde es toll, dass hier über wichtige Themen diskutiert wird, jedoch kann ich auch verstehen, warum sich nur wenige Studenten am Fachbereich aktiv beteiligen. In meinem Fall ist das a) mangels Zeit und b) aufgrund des Aufwandes, um mich aktiv zu beteiligen.

zu a):
Als Beispiel nehme ich meinen Fall: Ich bin "Vollzeit"-Masterstudent und verwende den Tag auch wirklich, um mir das Wissen aus den einzelnen Veranstaltungen anzueignen. Um in allen Fächern sehr gute Noten zu bekommen, reicht es eben nicht aus nur die Vorlesungen zu besuchen und ein paar Wochen vor den Klausuren zu lernen, sondern ich muss auch wöchentlich meine Arbeit erledigen, um nicht mit dem Stoff in Verzug zu kommen. Dazu kommen noch die Praktikas, für die ich mich jeweils vorbereiten muss.
Wie viele andere, arbeite ich nebenbei noch als Werkstudent, um mir meine Freizeit zu finanzieren (andere sind wohlmöglich wirklich drauf angewiesen). Das sind nochmal 10 Stunden extra die Woche.
Wie soll ich dann noch die Zeit bzw. Kraft aufbringen, mich beispielsweise abends an solchen Diskussionen hier zu beteiligen. Selbst für das Thema "Unzureichendes Angebot......" habe ich nun eine 3/4 Stunde benötigt, nur dass ich mir alles weitgehend sorgfältig durchgelesen habe - und nach dieser Zeit habe ich mich noch nicht mal aktiv beteiligt, sondern mich nur auf den Stand der Dinge gebracht.

Den gesamten Inhalt aktueller Themen/Diskussionen/Probleme finde ich daher zwar transparent, jedoch viel zu "schwerfällig". Ich muss Seiten hier im Forum durchwälzen oder alle möglichen Webseiten besuchen und durchforsten (Fachbereich, Fachschaft, h_da, Asta, etc.) um mich aktuell zu halten. Für sowas habe ich jedoch leider kaum Zeit.

zu b):
Womit wir schon gleich bei Punkt b wären: Neben der Zeit, die für das Informieren und aktiv Beteiligen benötigt wird, finde ich auch den Aufwand relativ groß. Wenn ich ein Problem habe, weiß ich jetzt nicht ob ich mich an den Masterkoordinator, den Dekan, die Fachschaft, den studentischen Vertreter oder sonst wen wenden muss. Auch wenn es keine große Sache ist, macht diese Problematik die Mitarbeit noch schwerer.

Es kann gut sein, dass diese Gründe auch für viele weitere Studenten hier am Fachbereich zutreffen.


Ich finde, dass wir uns nicht untereinander beschweren sollten, dass die Beteiligung zu gering ist - sondern wir sollten nach Lösungen suchen, die aktive Beteiligung zu erhöhen. Anders ausgedrückt: Wir sollten nach Lösungen suchen, dass jeder Student sich wesentlich schneller und unkomplizierter an wichtigen Themen im Fachbereich beteiligen kann.
Möglicherweise gab es bereits schon zuvor Vorschläge dafür. Egal ob ja oder nein: Die mangelnde Beteilung ist in meinen Augen die Kernproblematik und sollte daher vorranging versucht gelöst zu werden.

Daher finde ich folgenden, konkreten Vorschlag sinnvoll:
Die studentischen Vertreter opfern viel Zeit dafür sich für den Fachbereich einzusetzen. Wie der Name schon sagt, vertreten diese die Studenten. Daher ist es auch ihr gutes Recht ihre Meinung der Studenten einzuholen.
Damit Studenten nicht - wie im Moment der Fall - regelmäßig Foren, Blogs, o.ä. besuchen müssen, eignet sich gut der Weg per E-Mail, um an alle Studenten heranzutreten.
Warum nicht also einen wöchentlichen oder monatlichen Newsletter herausschicken, bei dem Studenten einfach über einen Link ihre Stimme geben können? (z.B. Link zu irgend einem Vote-System).
Zusätzlich dazu ist es wichtig, dass die E-Mail nur die wesentlichen Fakten aufweist und somit kurz und bündig ist. Thema/Problem + Lösungsvorschläge + Pro und Contras - das ganze sachlich formuliert. Somit ist der Inhalt leicht verdaulich, trotzdem kann sich aber ein Student seine eigene Meinung bilden.

Die studentischen Vertreter haben dadurch einen viel besseren Überblick, wie die Meinung aller Studenten ist (und können dann auch wirklich die Meinung der Studenten vertreten). Wohlmöglich gewinnen die Stimmen der studentischen Vertreter in Sitzungen dann auch mehr Aufmerksamkeit (da es sich ja dann auch wirklich um die Meinung sehr vieler Studenten handelt).

Ich hoffe hier im Forum auf Zustimmung für meinen Vorschlag zu stoßen und freue mich auf weitere Meinungen, Ideen oder konstruktive Kritik.

Offline Penacka

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #1 am: 06.10.2011, 01:59:10 Vormittag »
find ich gut

Offline Masel

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #2 am: 06.10.2011, 02:37:26 Vormittag »
Daher finde ich folgenden, konkreten Vorschlag sinnvoll:
Die studentischen Vertreter opfern viel Zeit dafür sich für den Fachbereich einzusetzen. Wie der Name schon sagt, vertreten diese die Studenten. Daher ist es auch ihr gutes Recht ihre Meinung der Studenten einzuholen.
Damit Studenten nicht - wie im Moment der Fall - regelmäßig Foren, Blogs, o.ä. besuchen müssen, eignet sich gut der Weg per E-Mail, um an alle Studenten heranzutreten.
Warum nicht also einen wöchentlichen oder monatlichen Newsletter herausschicken, bei dem Studenten einfach über einen Link ihre Stimme geben können? (z.B. Link zu irgend einem Vote-System).
Zusätzlich dazu ist es wichtig, dass die E-Mail nur die wesentlichen Fakten aufweist und somit kurz und bündig ist. Thema/Problem + Lösungsvorschläge + Pro und Contras - das ganze sachlich formuliert. Somit ist der Inhalt leicht verdaulich, trotzdem kann sich aber ein Student seine eigene Meinung bilden.

Die studentischen Vertreter haben dadurch einen viel besseren Überblick, wie die Meinung aller Studenten ist (und können dann auch wirklich die Meinung der Studenten vertreten). Wohlmöglich gewinnen die Stimmen der studentischen Vertreter in Sitzungen dann auch mehr Aufmerksamkeit (da es sich ja dann auch wirklich um die Meinung sehr vieler Studenten handelt).

Ich hoffe hier im Forum auf Zustimmung für meinen Vorschlag zu stoßen und freue mich auf weitere Meinungen, Ideen oder konstruktive Kritik.

An sich mag das vielleicht ein guter Vorschlag sein. Wir haben ja in den Semesterferien eine evaluation der Prüfungsbedingungen durchgeführt und damit im Fachbereich auch schöne Ergebnisse erzielt(weitere Infos werden noch folgen). Allerdings haben auch diese Umfrage viele als nervig empfunden und knapp unter 50% haben nur abgestimmt.

Die Themen objektiv aufzubereiten ist immer schwierig. Solche Informationen mit allen Hintergründen zu fassen ist dazu auch noch sehr aufwändig und braucht viel Zeit(die auch wir aktiven nicht gerade haben). Bei einer dauerhaften Informationsflut weiß ich auch, das man recht schnell im Spamordner landet.

Die einzige Möglichkeit die ich sehe, ist die Last auf mehr Schultern aufzuteilen. Man sieht immer die selben 20 Leute die sich aktiv um etwas kümmern. Das macht eine Quote von unter 1,25% der gesamten Fachschaft aus. Ich gebe da gerne ein paar Ämter ab ;) Auch könnt ihr ja einfach mal beim nächsten FSR vorbeischauen.

Ich sehe da nur leider keine Lösung für das Problem. Wir leben nun einmal in einer Gesellschaft von Ignoranz. Ich glaube nicht mal das eine Demo, mit berechtigten Forderungen, zustande kommen würde. Dies ist aber aus meiner Sicht der einzige wirkliche Ausweg aus dem Schlamassel.
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Offline nordmende

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #3 am: 06.10.2011, 03:26:18 Vormittag »
Bezüglich der Beteiligung:
Die Fachschaft kann dazu in der Erstsemesterveranstaltung explizit erwähnen, dass diese >kleinen< Umfragen wichtig sind. Zusätzlich kann sie die Professoren animieren, Verständnis unter den Studenten dafür zu schaffen (kurzes Ansprechen in der Vorlesung, 1x im Semester - das kostet den Prof nur eine Minute).
Also kurz "Die Abstimmungen sind wichtig, dass die Bedingungen so wie jetzt bleiben bzw. sich verbessern. Kostet nur ein paar Minuten Zeit. Um euch den Newsletter zur Verfügung zu stellen, investieren andere freiwillig viel Zeit. Falls ihr generell ein Anliegen habt, E-Mail an xyz@h-da.de" (E-Mail als Anlaufstelle für alle Ideen/Anregungen, damit Studenten nicht erst die richtige Autorität suchen müssen).
Hierzu muss eben auch ein bisschen Marketing getrieben werden.

Bezüglich dem "Nerv"-Faktor, Stichwort Spamordner:
Genau aus diesem Grund sollte die Mail nur in einem bestimmen Intervall gesendet werden. Zum Beispiel einen Monat. Dann wird das auch übersichtlich: 1x im Monat 5-10 Minuten Zeitnehmen. Macht pro Semester also rund 30-45 Minuten Aufwand, den ein Student für den Fachbereich aufbringen muss. Wenig Aufwand, große Wirkung. So kann man das auch den Studenten rüberbringen.

Selbst wenn nur knapp unter 50% daran teilnehmen, ist das eine Beteiligung, die um ein vielfaches höher ist als derzeit.
Natürlich ist das ein Mehraufwand. Der Inhalt muss aufbereitet und sinnvoll gekürzt werden. Ebenso müssen wohl vermehrt E-Mails weitergereicht werden. Als Gegenleistung kann die Fachschaft aber auf eine rege Beteiligung vieler Studenten hoffen.

Fakt ist, dass wenn die Beteiligung weiter so gering bleibt, sich wohl auch nur sehr langsam und mühselig etwas an den aktuellen Zuständen ändert. Wenn ich sehe, was die Fachschaft in der Vergangenheit alles geleistet hat, kann ich mir vorstellen, dass auch diese Idee realisierbar ist - vielleicht Anfangs erstmal nur als zeitlich begrenzte Testphase, um zu sehen wie es ankommt.
« Letzte Änderung: 06.10.2011, 03:28:02 Vormittag von nordmende »

Offline Korfox

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #4 am: 06.10.2011, 06:23:01 Vormittag »
Bezüglich dem "Nerv"-Faktor, Stichwort Spamordner:
Genau aus diesem Grund sollte die Mail nur in einem bestimmen Intervall gesendet werden. Zum Beispiel einen Monat. Dann wird das auch übersichtlich: 1x im Monat 5-10 Minuten Zeitnehmen. Macht pro Semester also rund 30-45 Minuten Aufwand, den ein Student für den Fachbereich aufbringen muss. Wenig Aufwand, große Wirkung. So kann man das auch den Studenten rüberbringen.
Wenn ich von mir ausginge wäre es trotzdem nur eine weitere Mailadresse, die in den Spamfiltern hängen bleibt, weil ich es so einstelle. Auch einmal im Monat wäre mir zu viel, wenn ich gerade entnervt von nem Arbeitstag heimkomme (Sorry, ich arbeite etwas mehr als 10h/W)
Ich bin bisher den Weg gegangen auch SysAdmin-Mails in den Spam zu jagen (an der h-da nicht notwendig gewesen, glaube ich, aber an anderen Hochschulen durchaus)
Ich akzeptiere das Chaos...
Aber ich bin nicht sicher, ob es mich akzeptiert.

Offline Masel

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #5 am: 06.10.2011, 08:28:02 Vormittag »
Ich überspitze das ganze jetzt mal bewusst:

Du bist zu faul zum mitarbeiten und zu faul dir die Informationen selber rauszusuchen?! Willst aber umbedingt mitbestimmen?! Des Wegen beauftragst du uns, das wir Mehrarbeit leisten und alle Infos zusammentragen?! Um dann abzustimmen und wir dann deine Meinung durchbringen sollen?!

Sorry aber: no way...

Natürlich nehmen wir die Stimmung aus der Basis wahr. Das zeigt ja auch die Aktivität im Forum und wir reden ja auch viel mit den Studies. Man kann mit jeden Problem zu uns kommen und es fällt glaube ich nur wenig unter den Tisch.

Man muss auch immer auf die Themen achten. Wir reden ja zum Glück nicht jeden Monat über Sachen wie die Einführung eines NC. Und das Problem mit den T-Scheinen wurde ja auch erst von Jens entdeckt, wo nun nicht mehr viel von unserer Seite aus zu machen ist.
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Offline lazlow

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #6 am: 06.10.2011, 10:24:30 Vormittag »
Ich überspitze das ganze jetzt mal bewusst:

Du bist zu faul zum mitarbeiten und zu faul dir die Informationen selber rauszusuchen?! Willst aber umbedingt mitbestimmen?! Des Wegen beauftragst du uns, das wir Mehrarbeit leisten und alle Infos zusammentragen?! Um dann abzustimmen und wir dann deine Meinung durchbringen sollen?!

Klingt nach Basisdemokratie. ;)

Zitat
Natürlich nehmen wir die Stimmung aus der Basis wahr. Das zeigt ja auch die Aktivität im Forum und wir reden ja auch viel mit den Studies. Man kann mit jeden Problem zu uns kommen und es fällt glaube ich nur wenig unter den Tisch.

Einfach mal in die Fachschaft kommen. Da kann man Vertreter im FBR und FSR immer mal wieder antreffen und grade gestern haben wir schon über mangelnde T-Scheine und die generell nicht gerade überragende Angebotssituation diskutiert. Das war für mich als "Vollzeit"-Master-Student mit 20h/Woche durchaus auch möglich.

Zitat
Man muss auch immer auf die Themen achten. Wir reden ja zum Glück nicht jeden Monat über Sachen wie die Einführung eines NC.

Da könnte man die Meinung der Basis vielleicht tatsächlich einholen. Ein Thema das alle angeht, auch wenn es komplex ist. Generell sind die FBR und FSR-Sitzungen öffentlich, wenn einen interessiert was es mit dem NC auf sich hat, kann man ja immer noch zu diesen Sitzungen gehen - gerade im letzten FBR wurde vom Dekanat die Notwendigkeit des NCs ausführlich dargelegt und verschiedene Verfahren vorgestellt. Da haben auch eine handvoll an studentischen Besuchern beigesessen, einige von ihnen, die auch neben ihrem (Master-)Studium arbeiten...
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Offline voellger

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #7 am: 06.10.2011, 10:59:08 Vormittag »
Bezüglich der Mailverteiler Geschichte...diesen Mailverteiler gibt es und jeder kann sich da anmelden wie er Lust und Laune hat. Allerdings fehlt die Manpower an mehreren Ecken, so auch am Schreiben solcher Newsletter. Eine Mail mit Neuerungen aus dem Fachbereich muss auch nicht zwangsläufig die Fachschaft übernehmen, sondern kann jedes Semester 1x an alle Studis gehen. News aus Fachschaft und Fachbereich können auch zusammen geschrieben werden, aber Manpower ist ein wirkliches Problem, gerade in Zeiten wo es weniger aktive Fachschaftler und immer mehr Studenten gibt. Ehrenamtliche Arbeit wird bekanntlich schlecht entlohnt, man muss sich also die Zeit nehmen und dass kann oder will nicht jeder.
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Offline Paul

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #8 am: 06.10.2011, 15:36:05 Nachmittag »
Ein sehr guter und wichtiger Thread. Leider bin ich derzeit auch wieder viel zu sehr ausgelastet um mich (selbst hier) zu beteiligen. Jedoch verfolge ich die Diskussionen (ebenfalls auch diese hier) mit sehr großem Interesse.

Offline Lhurgoyf

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #9 am: 10.10.2011, 14:17:45 Nachmittag »
Ich denke die Beteiligung der Studenten scheitert meistens daran dass diese nicht genau wissen wie oder wo sie sich beteiligen können.
Meiner Meinung nach sind die Informationen während der ESE am falschen Platz da die meisten Studenten neu sind und sich erst an der Hochschule orientieren müssen.
Evtl. wäre sowas wie eine kurze Informationsveranstaltung in der Mitte des Semesters oder ein Poster o.ä. besser geeignet. Einfach die Information kompakt aufbereitet, welche Gremien gibt es, wer sitzt da drin und was ist das Ziel dieses Gremiums sowie eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Beteiligung.

Ich persönlich habe mich im Studienausschuss engagiert, was eine Anwesenheit von 4-5x im Semester bedeutet hat sowie 2-3 Abstimmungen per Email. Das ist meiner Meinung nach überschaubar und viele der Diskussionen dort hatten auch direkte Auswirkungen auf die Studiensituation.

Leider befinde ich mich gerade im Auslandssemester sodass ich mich daran nicht aktiv beteiligen kann, aber ich wollte trotzdem mal meine Meinung dazu abgeben :)

Offline lazlow

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #10 am: 10.10.2011, 16:19:27 Nachmittag »
Ich denke die Beteiligung der Studenten scheitert meistens daran dass diese nicht genau wissen wie oder wo sie sich beteiligen können.

Ich habe während der ESE versucht die Leute dazu zu motivieren, öfters in die Fachschaft zu schauen, ab da ergibt sich das dann meistens automatisch.

Zitat
Evtl. wäre sowas wie eine kurze Informationsveranstaltung in der Mitte des Semesters oder ein Poster o.ä. besser geeignet. Einfach die Information kompakt aufbereitet, welche Gremien gibt es, wer sitzt da drin und was ist das Ziel dieses Gremiums sowie eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Beteiligung.

Gerade die Poster-Idee finde ich ganz interessant, ich hab das mal ins Wiki gepackt. ;)
Patrick Stegmann
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Offline n3X

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Re: Mangelnde Beteiligung der Studenten
« Antwort #11 am: 11.10.2011, 02:58:11 Vormittag »
Zitat
jedoch kann ich auch verstehen, warum sich nur wenige Studenten am Fachbereich aktiv beteiligen. In meinem Fall ist das a) mangels Zeit und b) aufgrund des Aufwandes, um mich aktiv zu beteiligen.
Gerade dann sollte man aber auch verstehen, dass die, die sich eherenamtlich engagieren eben auch studieren und ggf. arbeiten...

Zitat
Womit wir schon gleich bei Punkt b wären: Neben der Zeit, die für das Informieren und aktiv Beteiligen benötigt wird, finde ich auch den Aufwand relativ groß. Auch wenn es keine große Sache ist, macht diese Problematik die Mitarbeit noch schwerer.
Das bringt 'aktiv beteiligen' leider mit sich, dass man erst einmal keine Ahnung hat, wo was zu finden ist. Anfangs kostet das natuerlich Zeit, aber es ist mE nicht so, dass man in der FS neuen Studenten, die sich beteiligen wollen nicht dabei hilft.
Wie du es richtig bemerkst: eigentlich ist es 'keine grosse Sache', es interessieren sich nur zu wenige dafuer.

Dein Vorschlag beinhaltet imho: Die, die schon genug zu tun haben und sich ehrenamtlich engagieren sollen zusaetzlich Zeit aufwenden, um die zu informieren, die nicht einmal Zeit/Lust haben sich selbst auf dem Laufenden zu halten.
Ich glaube nicht, dass es sinnvoll/machbar ist, Themen 'vorgekaut' auf einem Verteiler herumzuschicken ...
Natuerlich kostet es Zeit sich hier im Forum zu informieren oder mitzulesen, aber ist es nicht auch wichtig die verschiedenen Meinungen zu hoeren und nicht eine (womoeglich noch von einer Person zusammengetragenen) homogenisierte?

Zitat
Thema/Problem + Lösungsvorschläge + Pro und Contras - das ganze sachlich formuliert. Somit ist der Inhalt leicht verdaulich

Genau bei sowas denke ich naemlich an 'Bild' ...

Ich finde es ziemlich schade, dass du dir zwar die Muehe machst einen langen Post zu schreiben - in dem du ausfuehrst, dass sich diejenigen, die sich kaum/nicht engagieren "auf Kosten" derer die schon 'Zeit opfern', Zeit sparen koennen, anstatt einen Weg zu suchen bzw. zu fragen, wie du dich doch ein wenig beteiligen kannst. Man muss nicht immer zig Gremien belegen und sein halbes Leben opfern, auch kleine Unterstuetzung hilft.


Zu dem Thema passt evtl. auch: ich habe schon oefter mitbekommen, wie sich im Cafe Studenten lauthals darueber beschwert haben, dass gerade die Fachschaft zu ist und sie nicht drucken koennen und wie scheisse und faul die Fachschaftler doch waeren...
Leider ist es keine unerhebliche Zahl an Studenten, die ohne sich darueber Gedanken zu machen, alles nehmen was sie umsonst bekommen, sich nie informieren/mithelfen, aber dann ganz gross dabei sind sich zu beschweren, wenn sie diesen Luxus mal nicht in Anspruch nehmen koennen...